Im Rahmen eines gemeinsamen Austauschs haben Vertreter des NABU Osteifel, Mitglieder der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie die Eigentümerin des Grundstücks in der Fallerstraße 10A einen wichtigen Schritt unternommen, um den Erhalt der Obermendiger Linde und des historischen Umfelds zu ermöglichen.
Ausgangspunkt des Treffens war die von der Stadt Mendig erteilte Baumfällgenehmigung, die der Eigentümerin vorliegt. Vor dem Hintergrund dieser Genehmigung suchten die Grünen und der NABU aktiv das Gespräch, um gemeinsam mit der Eigentümerin nach Lösungen zu suchen, die eine Fällung des ortsbildprägenden Baumes vermeiden und gleichzeitig die Verkehrssicherheit gewährleisten sollen.
Dem runden Tisch waren mehrere Bemühungen seitens der Investorin vorausgegangen, eine tragfähige und dauerhafte Lösung für den Erhalt des historischen Ensembles zu finden. Die Eigentümerin hatte der Stadt Mendig das Grundstück mit der Linde zum Selbstkostenpreis angeboten, um eine gemeinwohlorientierte Lösung zu ermöglichen. Da die Stadt den Ankauf jedoch nicht realisierte, rückte die Fällung der Linde zunehmend als Folge der erforderlichen Verkehrssicherungsmaßnahmen in den Fokus.
Es ist bemerkenswert, dass die Eigentümerin sich trotz der finanziellen Belastungen und der zuvor abgelehnten Verkaufsoption weiterhin gesprächsbereit und lösungsorientiert zeigt. In diesem Sinne erklärte sie sich bereit, die bestehende Mauer auf eigene Kosten vorübergehend durch Betonblocksteine abzusichern. Durch diese Maßnahme wird die Gefahrenstelle kurzfristig stabilisiert, sodass eine sofortige Fällung des Baumes nicht erforderlich ist. Gleichzeitig schafft dieses Entgegenkommen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und dem NABU den notwendigen zeitlichen Spielraum, um bis spätestens Ende des Jahres tragfähige Perspektiven für den dauerhaften Erhalt des gesamten Areals zu entwickeln. Geplant ist die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Stiftungen, Unternehmen und weiteren Unterstützern Mittel einwerben soll.
Langfristiges Ziel ist es, das Grundstück mit seinen kultur- und naturhistorisch bedeutenden Bestandteilen – der Linde, der historischen Mauer, der Klause und dem Bildstock – ganz oder teilweise in gemeinnützige Trägerschaft zu überführen. Damit soll ein wertvoller Ort der Ortsgeschichte, der Natur und der Begegnung für kommende Generationen erhalten werden.
Die Beteiligten bewerten das Gespräch als wichtigen Erfolg. Erstmals liegt eine gemeinsame Perspektive auf dem Tisch, die sowohl den Sicherheitsbelangen als auch den Interessen des Klima-, Natur- und Denkmalschutzes Rechnung trägt.
„Wir freuen uns, dass alle Beteiligten bereit waren, konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Die gewonnene Zeit eröffnet die Chance, gemeinsam mit der Bürgerschaft Verantwortung für diesen besonderen Ort zu übernehmen und ihn dauerhaft zu bewahren“, so Edgar Girolstein von den Grünen.
Wir werden kurzfristig die Vereinsgründung auf den Weg bringen und laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen. Wer seine Unterstützung anbieten möchte, kann uns gerne über [email protected] kontaktieren.

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